Unser Unterbewusstsein ist wirklich ein wunderbarer Partner. Es kommuniziert auf so viele Arten mit uns. Eines Morgens hörte ich mich summen: "Langsamer, du bist zu schnell..." Nun, das war eine klare Botschaft.

Unser Unterbewusstsein ist wirklich ein wunderbarer Partner. Es kommuniziert auf so viele Arten mit uns. Eines Morgens hörte ich mich summen: "Langsamer, du bist zu schnell..." Nun, das war eine klare Botschaft.

Hast du jemals aufmerksam zugehört, welche Lieder du vor dich hinsummst oder -pfeifst? Auch deine Mitmenschen kommunizieren mit dir durch die Lieder, die sie (unbewusst) summen. Wenn dein Partner summt: "I´m leaving on a jet plane, don´t know when I´ll be back again" ("Ich fliege weg und weiß nicht, wann ich wiederkomme"), dann solltest du dem vielleicht Aufmerksamkeit schenken. Oder wenn du selbst singst: "Yesterday, all my troubles were so far away" ("Gestern waren all meine Probleme so weit weg"), dann könnte es sein, dass du auf eine Depression zusteuerst, wenn du nicht die Melodie änderst.

Als du ein Kind warst und gequengelt hast, bist du vielleicht gebeten worden, "einen anderen Ton anzuschlagen". "Einen anderen Ton anzuschlagen" ist eine leichte und einfache Art, deine Stimmung zu ändern – wechsle das Lied, das du singst oder summst (womit du auch deinen Blickwinkel änderst).

An den Tagen, an denen ich nicht in meiner gewöhnlich fröhlichen, "quietschvergnügten" Stimmung aufwache, "zwinge" ich mich dazu, "Oh, what a beautiful morning, oh, what a beautiful day" ("O, was für ein schöner Morgen, was für ein schöner Tag") oder ein ähnlich positives Lied zu singen. Wenn ich zu singen anfange, kommen aus meinem Inneren wahrscheinlich Kommentare wie "Ja, sicher!", oder "Was für ein Gewäsch!" Aber wenn ich immer weitersinge "Oh, what a beautiful morning", dann geschieht etwas... meine Einstellung ändert sich und ich bemerke, dass es tatsächlich ein schöner Morgen ist. Und nach einer Weile fühle ich mich wieder glücklich und leicht. Es ist einfach nur eine Frage der Umprogrammierung und des Blickwinkels.

Es ist unser Blickwinkel, der das "gut" oder "schlecht" ausmacht. Rosen zum Beispiel sind schön, aber sie haben Dornen. Warum lieben die Menschen Rosen so sehr? Warum halten sie sie nicht für verdammte Blumen mit Dornen?

Wenn wir nicht darauf konditioniert wären, Rosen für wunderbare Blumen zu halten, würden wir es vielleicht als Beleidigung betrachten, wenn uns jemand diese Blume mit all diesen Dornen geben würde... Was will man uns antun? Uns in die Finger stechen? Das ist ein anderes Beispiel für die Programmierung – wir sind darauf konditioniert, dass Rosen ein Symbol der Liebe sind.

Das wirft ein anderes Thema auf. Vielleicht sind Rosen so wie die Liebe. Liebe ist das Wichtigste auf der Welt, nicht nur, weil sie wunderbar ist, sondern auch weil sie uns hilft, uns selbst zu erkennen und auch unseren Dornen Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn wir erst einmal erkannt haben, wo unsere Dornen sind, können wir sie entweder entfernen oder dafür sorgen, dass wir uns oder andere nicht unachtsam damit verletzen.

Wir können uns aber auch selbst mit Rosen gleichsetzen, sind wir doch wie sie. Wir sind schön (innen und aussen), aber wir haben uns Dornen wachsen lassen, die uns beschützen sollen. Vielleicht können wir mehr darüber erfahren, wie wir uns selbst behandeln, wenn wir darauf achten, wie wir die Pflanzen (und Tiere) in unserem Leben behandeln. Wir blühen auch und müssen uns mit allem versorgen, was wir brauchen, um eine reiche Ernte zu erhalten.

Wie sieht also deine "innere" Rose aus? Duftet sie und ist sie voller Licht? Verströmt deine Seele ihre wahre Natur, die aus Liebe, Frieden, Akzeptanz, Freude, Vitalität, etc. besteht? Denkst du daran, deiner Rose Wasser zu geben, damit sie nicht verblüht? Hast du die toten Zweige der alten Muster und Überzeugungen abgeschnitten, damit neue, unbehindert von der Vergangenheit, hervorbrechen können? Hast du dir genug natürlichen "Dünger" gegönnt (Liebe, Sanftheit, Spiel und Spaß, Ruhe, Sonnenschein, gute Nahrung etc.), um dir deine Ausstrahlung zu erhalten? Gibst du dir selbst genug Raum, um zu wachsen? Vielleicht bist du nicht so glücklich mit dir selbst und müsstest dich "verpflanzen"...

Wie sieht dein innerer Garten aus? Hast du zugelassen, dass das Unkraut die Rosen überwachsen und erstickt hat? Gibt es solch einen Stress in deinem Leben, dass du keine Zeit hast, den Duft der Rose wahrzunehmen, ganz zu schweigen davon, sie zu pflegen und dich um ihr Wachstum zu kümmern? In welchem Zustand ist die Ernte, die du heranziehst? Schuftest du dich ab für Geld und Macht, wenn eine Ernte der Liebe und Freude dir mehr Glück bringen würde?

Der Frühling und die Osterzeit sind auch eine Zeit der Neugeburt und, wie jede andere Jahreszeit auch, eine gute Zeit für eine gründliche Inventur deines inneren Gartens und seiner Wachstumsmöglichkeiten. So kannst du sicherstellen, dass du auch das pflanzt, was du ernten willst, und dass du dich mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgst. Wir müssen unsere innere Schönheit kultivieren, damit wir im Garten Eden wandeln und in einem Paradies auf Erden leben können. Es wartet darauf, von uns wiederentdeckt zu werden. Fröhliche Gartenarbeit!

Autor: Marie T. Russell
Übersetzung: Susanna Naldöken & Barbara Diertl

Übersetzt aus "Your Inner Garden"
bei www.innerself.com.


Empfohlene Buecher (English): 

Soulwork: Clearing the Mind, Opening the Heart, Replenishing the Spirit
by Bettyclare Moffatt.

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